mann gießt pflanze

Wie du ganz ohne Technik besser im Bett wirst

Wie werde ich besser im Bett? Diese und ähnliche Fragen höre ich immer wieder. Doch worauf kommt es wirklich an? Was bedeutet es gut im Bett zu sein? Gibt es dafür irgendwelche Maßstäbe? Erfahre in diesem Artikel die Wahrheit über guten Sex und wie du es schaffst, ein ausgefülltes Sexleben zu führen.

Gibt es einen bestimmten Grund, weshalb du nach Informationen suchst, besser im Bett zu werden? Hast du in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht? Hat dir eine Frau gesagt, dass du "schlecht" warst? Vielleicht bist du zu früh gekommen oder "er" hat den Dienst verweigert?

Möglicherweise auch keines von beiden. Was auch immer deine Beweggründe sind, möchte ich eines vorweg sagen: Es gibt kein gut oder schlecht! Es gibt nur wenig Erfahrung oder viel Erfahrung. Ob der Sex gut oder schlecht ist, ist immer subjektiv und liegt im Auge des Betrachters.

Manche Frauen wollen hart ran genommen werden, Andere stehen auf Kuschelsex, die Nächste auf Analsex, die übernächste will langsamen Sex und ihre Schwester schnellen Sex. Es gibt auch Frauen, die den reinen Geschlechtsakt nur dem Mann zuliebe machen, aber eigentlich nur Oralsex wollen.

Was ich dir damit sagen möchte ist, dass es kein richtig oder falsch gibt und auch keinen Maßstab, an dem man sich orientieren könnte.....und auch nicht sollte!! Sex ist kein Sport und keine Disziplin, die mit Punkten bewerten werden kann.

Sex in der Fantasiewelt

Viele Männer haben dank der Pornoindustrie ein völlig verzerrtes Bild von Sexualität. Die Hauptdarsteller sind keine Menschen, sondern die Geschlechtsorgane und zwar vor allem der Penis. Diese Organe haben meist mehr Ähnlichkeit mit einem Telefonmasten, als mit dem Phallus aus Fleisch und Blut. Natürlich hart wie ein "Diamantschneider" und jederzeit einsatzbereit wie eine gut geölte Maschine.

Und auch die dazugehörigen Männer sind nicht gerade Durchschnitt. Immer gut gebaut und muskulös, selbst wenn sie über sechzig sind und den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Auch die Frauen sind stets jung und knackig, laufen permanent mit feuchtem Höschen durch die Gegend und sind unglaublich scharf auf Sex. Ein kurzes Vorspiel und schon wird losgerammelt, als ob es kein Morgen gäbe.

Die Frauen kommen schnell, heftig und dutzendfach. Die Männer hingegen hämmern und stoßen gefühlte Stunden, ohne auch nur ansatzweise in die Nähe eines Orgasmus zu kommen. Der Sex in dieser Fantasiewelt ist immer der beste, der großartigste und der wundervollste. Sexuelle Probleme oder Schwierigkeiten? Fehlanzeige! So etwas gibt es in dieser Welt nicht.

Die Szenen haben mit der Realität genauso viel gemeinsam, wie ein Urzeitkrebs mit einem Smartphone. Da es in der Medienwelt keine realistischen Modelle oder Maßstäbe gibt, neigen wir sehr schnell dazu, uns selbst mit dieser Fantasiewelt zu messen. Meistens sind wir uns noch nicht einmal bewußt, dass wir uns überhaupt mit etwas vergleichen. Wir wissen nur, dass wir uns schlecht fühlen, weil unsere sexuelle Ausstattung und Leistung nicht unsere Wünsche erfüllt.

Was ist guter Sex?

Das Problem bei Pornos ist, dass sie Maßstäbe setzen, die für die meisten Männer unerreichbar sind - und wahrscheinlich noch nicht einmal wünschenswert, selbst wenn sie erreichbar wären.

Da aber viele Menschen diese Bilder zu ihren Maßstab machen, an dem sie ihr eigenes Verhalten messen und definieren, was für sie normal zu sein hat, fühlen sie sich am Ende nicht nur minderwertig, sondern sie übersehen auch das Wesentliche: Sie fragen sich nämlich nicht, ob sie auch das erhalten, was sie eigentlich wollen und ob ihre sexuellen Handlungen hilfreich sind, ihre Lust, ihr Selbstwertgefühl und ihre Beziehung aufzubauen oder zu verbessern.

Die Sexualität wie ich sie beschreibe, handelt von einer Form, bei der Menschen - und nicht nur Geschlechtsteile - eine Verbindung aufbauen und eine Beziehung zueinander haben. Eine Sexualität, die nicht von Zwang und Täuschung dominiert wird und bei der dein Kopf ebenso wichtig ist, wie der Teil zwischen den Beinen. Die Ziele dieser Art von Sexualität sind Lust, Nähe, individuelle und partnerschaftliche Erfüllung. Leistungsdruck und Machtgehabe haben hier nichts zu suchen.

Guter Sex ist weit mehr als die gute alte "Vorspiel-Geschlechtsverkehr-Routine". Viele denken gar nicht daran, dass es innerhalb der Sexualität deutlich mehr Spielarten gibt. Angefangen bei erotischen Massagen über Handjob, Oralverkehr, Tantra-Sex, etc. Beinahe jeder glaubt, dass es sich bei Sex hauptsächlich um Geschlechtsverkehr handelt. Selbst sexuell offene und erfahrene Menschen fühlen sich um etwas betrogen, wenn der Geschlechtsakt mal nicht Teil ihres gewöhnlichem Routinesex ist. Das gilt für Männer wie für Frauen.

Beim Sex gibt es keine "normale", "richtige" oder "natürliche" Vorgehensweise. Der Spielraum an Möglichkeiten, den Sexualität bietet, ist viel größer - und die meisten funktionieren auch ohne den eigentlichen Akt. Geschlechtsverkehr als unverzichtbaren Teil von Sex, oder sogar als den einzig wahren zu betrachten, kann viele Probleme erzeugen. 

Eines davon ist, dass wir in unserem Leistungssex-Denken bestärkt werden und es umso schwerer wird, andere Momente genießen zu können - nämlich einfach das, was gerade passiert -, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, immer zum Geschlechtsverkehr überzugehen. Dadurch nehmen wir uns selbst die Lust und den Spaß, diese Stimulation intensiv genießen zu können, welche für eine ausreichende Erektion notwendig wäre.

Weil Geschlechtsverkehr eine Art von Erektion einfach erfordert (allerdings lange nicht so stark, wie die meisten Männer denken), steigert die Annahme, er sei ein essentieller Bestandteil von Sex, unsere Erektionsängste. Kein Wunder, wenn dies zu Erektionsproblemen führt.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich habe kein Problem mit Geschlechtsverkehr und es spricht auch nichts dagegen! Ich will dir damit nur sagen, dass es nicht immer unbedingt auf Verkehr hinaus laufen muss. Auch wenn uns das aus evolutionstechnischer Sicht am natürlichsten erscheint. Schließlich hat er den Stecker und sie die Dose, also ist es nur natürlich, dass der Stecker in die Dose gehört -, trotzdem wäre es falsch, den "Akt" als absolutes "Muss" zu betrachten. Abgesehen davon, sind nur wenige Frauen in der Lage, ohne zusätzliche klitorale Stimulation, beim Geschlechtsverkehr zum Orgasmus zu kommen. 

Wenn wir von gutem Sex sprechen, bedeutet das nicht, bestimmte Körperteile zu nutzen, einer vordefinierten Matrix zu folgen oder bestimmte Aktionen auszuführen. Es geht vielmehr um die Gefühle, die entstehen - ganz egal was auch immer du oder deine Partnerin tun. Erst dadurch fühlen wir uns sexy, männlich, stark, befriedigt und so weiter. Die Sexualtherapeutin Carol Ellison aus San Francisco hat dazu mal eine wunderbare Definition verfasst:

Du hast guten Sex, wenn du dich mit dir selbst, mit deinem Partner und bei dem, was du machst, wohlfühlst. Wenn du später, nachdem du Zeit zum Nachdenken hattest, dich immer noch mit dir selbst, mit deinem Partner und mit dem, was ihr gemacht habt, wohlfühlst, kannst du davon ausgehen, dass du guten Sex hattest.

Wie DU nun "besser" im Bett werden kannst

Als allererstes solltes du dir klar machen, was DU beim Sex gerne möchtest; was dir Spaß macht und wobei du dich wohl fühlst. Denn nur, wenn du selbst ein gutes "Feeling" dabei hast, kannst du diese Energie transportieren und auch auf die Frau übertragen. Im zweiten Schritt ist es wichtig, in Erfahrung zu bringen, worauf deine Partnerin steht. Wenn ihr euch noch nicht lange kennt, oder sogar das erste Mal im Bett landet, dann ist erstmal "herantasten" angesagt. Um mal ein krasses Beispiel zu nennen: Es wäre fatal, beim ersten intimen Date, auf Analsex zu pochen!!

So lange du nicht sicher weißt, was deine Partnerin gerne mag, halte dich besser zurück. Natürlich verstehe ich, dass man vor dem ersten Sex mit einer neuen Partnerin, meistens noch nicht so vertraut ist und nicht gleich über sexuelle Vorlieben sprechen möchte. Deshalb würde ich mich beim ersten Mal auch etwas zurückhalten und versuchen herauszufinden, auf was sie wie reagiert. Sei dabei aufmerksam und achte bei jeder deiner Aktionen, auf was sie heiss macht und was nicht. Manche Frauen deuten auch mit kleinen Bewegungen an, was sie wollen. Oder führen deine Hand dorthin, wo es ihnen gefällt. Am Anfang ist Aufmerksamkeit definitiv das A und O.

Ein offenes Gespräch was der Einzelne mag, ist sicher die einfachste Variante, die Vorlieben seines Partners zu erfahren. Sobald du weißt, worauf deine Partnerin abfährt, gilt es die jeweiligen Vorlieben zu kombinieren, oder eventuell auch Kompromisse einzugehen. Es nützt nichts, wenn einer von Beiden seinen Spaß hat, und der Andere gelangweilt ist oder sogar Abneigung empfindet. Dann helfen auch die "besten Techniken" nichts.

Wenn du wissen möchtest, wie du das Vorspiel gekonnt einleitest und eine Frau so richtig in Fahrt bringst, dann lese diesen Artikel!

Nur wenn du bei einer Frau die richtigen "Knöpfe" drückst, also auf ihre Wünsche und Vorlieben eingehst, wird sie dich auch als guten Liebhaber wahrnehmen. Wie ich weiter oben erwähnt habe, ist es aber genauso wichtig, dass auch du dabei Lust und Freude empfindest. Frauen haben sehr feine Antennen und würden sofort spüren, wenn du ihnen was vor machst.

Ausserdem machen wir Dinge intuitiv besser, wenn wir Spaß dabei haben.....wenn wir im "Flow" sind! Wenn du bemerkst, dass bestimmte Aktionen ihre Lust extrem steigern (Atmung wird schneller, sie beginnt zu stöhnen, Bewegungen werden intensiver), dann merke dir das und variiere diese Aktionen auch leicht. So wirst du Step by Step immer besser auf ihre Vorlieben eingehen können und wissen, was sie so richtig heiß macht. 

Lass uns also nochmal kurz zusammenfassen worauf es ankommt:

  1. Mache dir klar, worauf DU beim Sex stehst
  2. Versuche herauszufinden, worauf deine Partnerin abfährt - welche Praktiken mag sie und welche nicht; welche Stellungen bringen sie in Ekstase?; wird sie gerne oral verwöhnt oder lieber mit der Hand?; Kuschelsex oder harter Sex?; etc...
  3. Finde einen (Mittel)Weg, bei dem Beide auf ihre Kosten kommen
  4. Merke dir ihre Vorlieben und variiere deine Aktionen immer wieder leicht, um sie zu verfeinern und das "Maximale" rauszuholen

Abschließende Worte....

Um ein guter Liebhaber zu sein, sind in erster Linie zwei Dinge wichtig: Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, auf die Wünsche und Vorlieben seiner Partnerin einzugehen, ohne dabei auf die Eigenen zu verzichten. 

Einfach nur stur irgendwelchen vordefinierten Mustern zu folgen, macht überhaupt keinen Sinn, da jede Frau anders ist und in der Regel individuelle Vorlieben hat. Es gibt ein paar "Gesetzmäßigkeiten", die auf die Mehrheit der Frauen zutreffen und an die du dich auch halten solltest. In meinem GRATIS- Report "7 Dinge, die du über Frauen und Sex unbedingt wissen solltest", erzähle ich dir, welche das sind und wie du sie umsetzen kannst.

15. April 2019
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